LE MYSTÈRE DES VOIX BULGARES VOL. 2

 

MARCEL CELLIER :

Diese Schallplatte öffnet eine Schatzkammer. Eine Schatzkammer mit Juwelen, zu deren Entstehung schon Orpheus, Prinz der Thrakier des Altertums, als fabulöser Sänger, Poet und Musiker berühmt, beitrug. Auf dem Boden des heutigen Bulgariens. Diese Juwelen haben sich im Verlaufe der Jahrhunderte und einer bewegten Geschichte stratifiziert, verfeinert und abgeschliffen, um heute einen Glanz und eine Reinheit zu erlangen, die wir anderswo nicht antreffen können. Und heute noch offerieren uns die bulgarischen Orpheus-Töchter diese Juwelen auf ihren Lippen. In einer glücklichen Synthese verkörpern ihre Lieder sämtliche konstituierenden Elemente der spezifisch bulgarischen Vokalkunst, von der archaischen Diaphonie, die auf dem Lande noch mit großem Eifer praktiziert wird, bis zur modernsten, gewagten Polyphonie. Zwischen diesen beiden Extremen treten die charakteristischen Züge des bulgarischen Geistes kräftig, sowohl in der Melodie wie im Thema, hervor und zwar mit bedeutsamen Referenzen aus den sukzessiven historischen Perioden: die Christianisierung im Jahre 865, die alten Kirchenstile, die byzantinische Liturgie, der Aufstand gegen Byzanz (1186) und das tragische halbe Jahrtausend der türkischen Herrschaft. In diesem sozio-historischen Rahmen geformt, besitzt der bulgarische Gesang ganz natürlich beschwörende Kräfte.

Ob es sich um die Gebirgsgegenden Makedonien, Rhodopen, Pirin, die thrakische Ebene und Shopsko (das Gebiet um Sofia) oder um die Dobrudscha an der Schwarzmeerküste handelt, überall wird der Gesang als heilige Tradition empfunden und von Generation zu Generation überliefert. Diese Tradition verkörpert die klingende, stratifizierte Basis der Nationalkultur schlechthin.

In zahlreichen Festen und periodischen Wettspielen auf dem Lande messen sich zehntausende von Volksartisten. Allein das Festival von Koprivtschitsa - alle drei Jahre - vereinigt jeweils viertausend auserwählte Konkurrenten. In diesen Festen werden die besten Stimmen auserwählt, die dann den Chor des bulgarischen Radio-TV (welcher hauptsächlich an dieser LP partizipiert) oder des Staatsensembles, welches 1951 durch Philip Koutev (1903-1982) gegründet wurde, verjüngen oder ergänzen. Philip Koutev hat für Chor a capella über 500 Stücke und Arrangements geschrieben und hat eine Schule gegründet, welche von jungen Komponisten, die ebenfalls auf dieser Platte figurieren, besucht wurde. Darunter Krasimir Kyurkdjiyski (geb. 1936), der eine wahre Symbiose zwischen dem Geist der authentischen Folklore und den Forderungen der Kreativität in der zeitgenössischen Komposition realisiert hat. Dies gelingt ihm, indem er die originellen, individuellen Werte in einem Rahmen konsolidiert, der seinen kompositorischen Werken eine Universalität höchsten artistischen Grades verleiht. Krasimir Kyurkdjiyski meditiert über die spezifische Ausdrucksfähigkeit des populären Elementes und der Interpreten und versucht, klimatisch die Authentizität der Ausführung sowie der ästhetischen Perzeption zu wahren. Er bereichert die Stücke mit einer polyphonen Struktur, die er im Geiste, in welchem das Volkslied entstanden ist und unter Wahrung der Lokaldialekte, kreiert. Auf dieser Gravur finden wir andere zeitgenössische Komponisten, die ihrem Vorbild Kyurkdjiyski in überzeugender Weise nacheifern.

Perfektion der Schönheit - Schönheit der Perfektion sagte ich am Ende des Bandes 1 dieser Ausgabe. Dieser Band II schließt mit dem magistralen Werk des heute führenden bulgarischen Komponisten, Gueorgui Mintchev, welches als Beispiel schlechthin für die universale Vokaldisziplin dienen kann und bringt Ihnen hoffentlich die gleiche Beglückung wie Band 1. Dies ist mein Wunsch.

 ...der Radio-Sofia-Chor "LE MYSTÈRE DES VOIX BULGARES" bei Marcel Cellier im Garten, nach einem Auftritt beim Montreux-Jazz-Festival. Marcel : "...die armen Frauen, seit Monaten auf Tournee ohne ihre Männer..., da haben sie an diesem Nachmittag meinen gesamten Whisky getrunken, auch meine uralten Vorräte aus dem Keller."

Der USA GRAMMY AWARD für "LE MYSTÈRE DES VOIX BULGARES" Vol 2

 

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Copyright aller Fotos : Catherine Cellier